Letztes Wochenende fand unser diesjähriges Abfliegen auf unserem Flugplatz Renneritz statt. Wie jedes Jahr haben wir wieder eine Wilga kommen lassen. Diese nutzten viele Vereinsmitglieder um sich mit einem Einsitzer oder Doppelsitzer in die Höhe schleppen zu lassen. Auch wurde das gute Wetter und die Basis genutzt, um Gefahrensituationen wie beispielsweise das Trudeln zu trainieren.

Für einen unter uns wird dieses Abfliegen in bleibender Erinnerung bleiben. Dies war Julians Prüfungstag.  Das heißt am Ende der Segelflug-Ausbildung muss jeder Flugschüler mit einem Prüfer 3 Starts und Landungen absolvieren. Ist der Prüfer mit dem Fliegen zufrieden und hat vorher alle Voraussetzungen erfüllt, bekommt er seine Lizenz ausgestellt. Bei Julian war die fliegerische Leistung ohne Beanstandung und so kann er diese Saison als Lizenzpilot abschließen.  

Neben unseren Flugzeugen, wobei ein Doppelsitzer bereits in Polen zur Grundüberholung ist, gab es Besuch aus Laucha.  Zu Gast war eine ASK21 und ein Motorsegler. Diese Flugzeuge standen uns ebenfalls zum Fliegen zur Verfügung. Jeder ist also auf seine Kosten gekommen. Zum Abschluss des Abfliegens mussten alle noch mal kräftig anpacken. Es wurden alle Flugzeuge abgerüstet und entweder in den Anhänger gestellt oder bereits in die Werkstatt gestellt, damit direkt mit der Winterwartung begonnen werden kann.

Nachdem alle den ganzen Tag an der frischen Luft waren und dann auch noch kräftig anpacken mussten war das absolute Highlight ein leckeres Buffet. Schnitzel und Bratkartoffeln waren nur eine Auswahl des Buffets.

Jetzt heißt es für alle warten auf die kommende Saison und währenddessen fleißig an den Flugzeugen und der Vereinstechnik arbeiten.

Wie jeden Sommer haben wir auch dieses Jahr die ersten beiden Augustwochen genutzt, um in die Lüfte zu kommen. Das heißt vor allem Streckenflüge machen und die Flugschüler intensiv schulen.

Leider war das Wetter vor allem in der ersten Woche oft sehr feucht, sodass die Flieger in der Halle bleiben mussten. Dafür brachte die zweite Woche den Ausgleich.

Die meisten Lizenzpiloten und Flugschüler haben ihr Quartier auf dem Flugplatz aufgeschlagen, was bedeutet, dass der Flugplatz für 1-2 Wochen die Ersatzheimat wird. Los geht der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und der Planung für den Tag. Im Anschluss geht es dann ans Halle ausräumen oder auch Flugzeuge aufrüsten, welche im Anhänger genächtigt haben. Danach wird der Start aufgebaut und meist gegen 11 Uhr mit dem Fliegen begonnen. Je nach Bedarf wird dann auch gern bis 19 Uhr geflogen. Im Anschluss werden die Segelflugzeuge wieder in der Halle oder im Anhänger verstaut und man lässt den Tag bei Gegrilltem o.ä. und einem Getränk seiner Wahl Revue passieren.

Dieser Tagesablauf mag für den ein oder anderen etwas eintönig klingen ist es aber ganz und gar nicht. Denn jeden Tag herrschen andere Wetterbedingungen, andere Leute sind am Platz und jeder verfolgt ein anderes Ziel. Bei Peter, einem unserer Flugschüler, hieß das für das Fluglager, dass er zum ersten Mal alleine Fliegen möchte, die MZ berichtete am 8. August 2016. Nun muss man sich so einen Alleinflug in der Ausbildung erarbeiten. Für den Flugschüler heißt das konkret, sicheres und sauberes steuern des Segelflugzeuges, ohne dass der Lehrer vom hinteren Sitz aus eingreifen muss. Dies ist der erste große Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zur Segelfluglizenz. Wer denkt man muss ein junger Hüpfer sein, um das Fliegen zu erlernen, der irrt. Unser Peter hat die 50 Jahre Grenze schon längst überschritten und sich dennoch für dieses tolle Hobby entschieden. Peter hat fast jeden Tag im  Fluglager genutzt um auf diesen Alleinflug hinzuarbeiten. Dazu musste er noch zeigen, dass er Gefahrenlagen erkennt und beheben kann, Starten und Landen kann und auch das Wetter musste mitspielen. Am 10. August passte dann alles und Peter wurde von Maik und Frank überprüft. Das hieß für Peter, dass er noch einmal zwei Fluglehrern sein fliegerisches Können zeigen musste. Diese Überprüfung hat er mit Bravour gemeistert und so durfte er sich 3mal alleine in die Lüfte begeben. Nach diesen 3 Starts ist Peter mit einem Grinsen im Gesicht aus dem Flugzeug gestiegen und wurde von den Vereinsmitgliedern und seinen 2 Fluglehrern zur bestandenen A-Prüfung beglückwünscht. Aber nach so einer großen Prüfung folgt nach dem Einräumen natürlich auch ein Segelfliegerritual. Für den Flugschüler heißt es dabei Augen zu und durch. Für die anderen heißt es mit Anlauf auf den Po klatschen. Hört sich erst einmal komisch an, aber der Segelflieger braucht ein gutes Thermikgefühl im Po, damit er die Thermik spüren kann muss dieser sensibilisiert werden und genau das wird nach der A-Prüfung getan. Außerdem wird auch ein Strauß „Blumen“ überreicht, damit die Feinfühligkeit auch in den Händen für die nächsten fliegerischen Herausforderungen gesteigert wird. Abgerundet wird die Zeremonie dann durch das Gratulieren und den Ablöschen der trockenen Kehle.

Wie eingangs erwähnt war das nur ein Highlight. Für Flugzeugschlepp Möglichkeiten haben, haben wir eine Wilga Motormaschine aus Roitzschjora kommen lassen. Das wurde von vielen Vereinsmitglieder begrüßt und so haben wir am Vormittag mit den Einsitzer- und Doppelsitzern 15 F-Schlepps gemacht. Da waren unter anderen 800m hohe F-Schlepps für Trudelübungen dabei aber auch F-Schlepps um im Anschluss Thermik zu fliegen. Auch einige Fluglehrer haben diesen Tag genutzt, um gemeinsam mit einen Prüfer ihre Lehrberechtigung zu verlängern oder ihre Lizenz zu verlängern.

Innerhalb dieser Woche wurden auch Streckenflüge absolviert. Dabei ist ein Flugschüler seine ersten 50km auf dem Piraten, einem Einsitzer in Holzbauweise, geflogen. Aber auch Maik und Paul, ein Fliegerkamerad aus Wilsche sind die ein oder andere Strecke geflogen. Diese führte u.a. nach Lüsse, Wettin, Zerbst, Aschersleben…

Es gibt sicherlich noch mehr Impressionen von 2 Wochen Flugplatz, aber das waren die Highlights.

In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und der Feuerwehr beteiligten wir uns an der Ausrichtung des Festes.

Mit einem Infostand inklusive Videoleinwand haben wir faszinierende Bilder und Filme von der Vereinsgeschichte sowie dem Vereins- und Fliegerleben gezeigt.

 

In Zusammenarbeit mit der Renneritzer Feuerwehr wurde ein ausgemustertes Segelflugzeug zur Löschübung der Jugendfeuerwehr genutzt. Diese Löschübung der jungen Kameraden zog natürlich viele Zuschauer an. Die Moderation dazu, erfolgte vom Wehrleiter und war sehr Informativ und gab Einblick in die Ausbildung der ca. 20 jungen Feuerwehrleute.

Alles in allem war es ein sehr gut besuchtes Dorffest, mit einem gelungenem Programm.

Die Tombola war auch gut besucht, sicherlich weil der erste Preis ein Fluggutschein mit unserem Motorsegler war.

Im Blickfang, für alle ankommenden Besucher waren natürlich auch unsere Segelflugzeuge die ihre 3 Kurve für den Landeanflug über dem Festplatz absolvierten. Sodass wir für dieses Wochenende für jeden präsent waren. Wir hoffen, dass es den Besuchern gefallen hat, wir für uns hatten viel Spaß bei der Beteiligung am Dorffest.

Gemeinsam geht’s besser, das hat dieser Tag bewiesen. Vielleicht konnten wir auch bei dem ein oder anderen das Interesse für die Fliegerei wecken. Wenn dem so ist, dann kommt doch für einen Schnupperflug einfach an einem Samstag (April bis Oktober) auf den Flugplatz. Gern könnt ihr uns auch telefonisch oder per Mail vorher anschreiben.

Am 27. August ist es soweit und es findet das große Ortsfest in Renneritz statt. Wir als Segelflugverein Wolfen e.V. werden auch mit von der Partie sein. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns an unserem Stand besuchen. Wir werden Sie mit schönen Bildern und Videos über die Faszination Segelflug informieren und mit etwas Glück können Sie auch einen Flug mit unserem Motorsegler oder einem Segelflugzeug gewinnen. Weitere Infos finden Sie hier: https://www.facebook.com/events/1046144888781190/

 

Mitte Mai 2016 fand wieder die jährliche Streckenflugwoche in Riesa-Canitz statt. Anders als zu den vergangenen Jahren wurden Zieltonnen mit 5km Radius erstellt, in der man nicht tiefer als 300m einfliegen durfte, was zu mehr Sicherheit und zur Vermeidung gefährlicher Überflüge beitragen sollte. Insgesamt kamen in der Standardklasse 4 Wertungstage zusammen. Zwischendurch wurden einstellige Temperaturen erreicht, was die Leute leiden ließ aber der Atmosphäre eine gewisse Dynamik verlieh.

Von uns waren wieder 6 Vereinsmitglieder als Helfer dabei und Maik versuchte mit der ASW 20 VM (Victor Mike) seine Streckenflugerfahrungen auszubauen.
Insgesamt ein sehr gelungener Wettkampf mit sehr harmonischen Flair und dennoch hohen Ansprüchen an die Piloten.

 

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